Vergänglich

Setz‘ Dich doch zu mir. Hab massig Zeit. Das ist der Preis Für ein Leben Voller Arbeit. Ich hatte kein Glück. Meine Zeit ging schnell um. Lauf‘ schon so lang Auf diesem Weg Ohne Richtung. Hab‘ jetzt zittrige Hände. Und einen Kopf Voller geliebter Erinnerungen. Nun bekommen die Bilder Eine ganz andere Entfernung. Wo wollt ihr bloß hin? Ihr rastlosen Gedanken. Wünscht‘, ich könnt‘ Euch … Vergänglich weiterlesen

Projektile

Treue Freundin, Begleiterin, Lieblingsort. Die mit mir lacht, Weint oder träumt. Jetzt sitz’ ich hier Mit meiner Trauer, Meiner Wut. Weil ich immer dachte, Irgendwie wird alles gut. Doch das Leben birgt Viele Prozesse. Große Schwester Hoffnung Schlägt dir plötzlich Auf die Fresse. Hatten doch Soviele Träume. Haus mit Garten. Und darin Obstbäume. Geplante Fernreisen Oder Museumsbesuch. Nie Zeit für uns. Fühl mich nun Wie … Projektile weiterlesen

Du hättest wenigstens „tschüss“ sagen können

Es passt zu Dir.Meine liebe Freundin.Einfach so zu gehen.Vor Deinem 70. Geburtstag.Lässt Du uns hier stehen.Hattest keine LustDen Runden zu feiern.Hattest keine LustAuf all die Geier.Wolltest lieberDeine Ruhe haben.Zu Deinem MannIn den Himmel,Um ihn zu umarmen. Also bist Du fort,Einfach so..Ohne „tschüss“ zu sagen.Hast uns hier unten stehen lassen.Mit einem traurigen GefühlIm Magen.Viele wussten’s nicht,Hinter Deiner harten Schale,Ein weicher KernZum Tragen kam.Hattest soviel Empathie.Ein großes … Du hättest wenigstens „tschüss“ sagen können weiterlesen

Gedanken im Mondschein

Versuche nicht daran zu denkenan dein krummes Lachen oderdeiner Fähigkeit mich zu beruhigentäglich beobachtendwundere ich mich wie duweiter machst,echt geblieben in einer Zeitwo alles künstlich erscheint. Nackt unter denKarnevalsmasken.Wo ist mein Augenlicht?Nichts anderes als dichwas mich stetig und ständigdekonzentriertauf dieser Welt,keine deutlichere Schönheit. Alle sagen; Höre aufmit den Geschichten zwischenRomantik und Langeweile.Kluge Leute vielleicht.Möchte mich dennoch gern irrenund erinnern wie du küsst undaus deinen Nasenlöchern … Gedanken im Mondschein weiterlesen

Mein Italien

Die Schönheit eines Tages im Frühling mit dieser perfekten Temperatur. Bis zum späten Abend draußen bleiben, die Vespa neben der Wand stehen lassen. Mit Fremden über die Zukunft plaudern. Glänzendes Elend und Perlenketten. Blicke begrüßen dein Geheimnis. Ausländische Akzente aus der Ferne. Grazie verkleidet als Trubel. Im Abseits, die Brünette und die Blondine. Die Anzugträger, die Wut, die Ehre. Die Sätze. Ich töte dich. Ich … Mein Italien weiterlesen

Ich komm zurecht

Die unwiderstehliche Leeremeines Bettes ertasten.Meine Finger rutschenzwischen Kissen und Laken. Allein wollte ich sein.Gesellschaft ertrage ich nicht.Erfühlen klarer Grenzen,Grenzen meiner Insel. Jedermeiner einzelnen Fingergleitet leiseüber kleine Macken im Holz. Eine Kerbe im Bettpfostenfür jede einzelne Minute allein.Das Smartphone säuseltunhörbar Lieder. Lieder, die wir gemeinsam hörten.Fühl mich unvollkommen.Das Gefühl zerreisstmein geflicktes Herz. Jedes Lied brennt, hinterlässtgrößere Wunden und starrlieg ich da, beweg mich kein Stück,ringe um … Ich komm zurecht weiterlesen

Sackgassengedanken

Ich weiß, Du gehörst mir nicht.Ich kann Dich nicht behalten.Kann nur dabei zusehenWie Deine Züge sich entfalten. Und dass es Dinge gibtDie ich nicht fragen kann.Die Antwort nur ein Lächeln istWas meint „es geht Dich nichts an“. Du tust so als ob Du zuhörstDoch ich seh es an Deinem Gesicht.Alles was ich sageSind Luftblasen für Dich. Auch wenn Du mich anschweigst,Kann ich Dich verstehen.Es macht … Sackgassengedanken weiterlesen