Rettet die Zärtlichkeit

Diese Filmklassiker damals.Mit ihrem „gentle Touch“.Die mitgebrachten Blumen.Das Öffnen der Tür.Heute wär das doch „too much“. Schöne BriefeIn schöner Schrift.Handgeschrieben in Tusche.Für die Angebetete, die Geliebte.Heutzutage wärst Du ne Lusche. Ne Weichhupe wärst Du.Mit Hang zum Kitsch.Heute ist man lieberIn Dating Apps.Erledigt alles mit nem Wisch. Dann geht es losMit dem ganzenTexten texten.„Face to Face“Getrost vergessen. Und wenn es dannZum Treffen kommt,Dann ist es krampfig.LeichtigkeitAuf … Rettet die Zärtlichkeit weiterlesen

Ode an die Freundschaft

Diese schwarze Traurigkeit,Die ich grad verdaueDu passt auf mich auf,Damit ich keine scheiße baue. Verpasst mir ne „Orientierungsschelle“Wenn ich sie verdient hab.Und zwar dann auf die Schnelle.Vor Deinem Mund gibts kein Blatt. Wenn ich noch vernebelt binAuf meinem langen Weg,Mich verliere ins offene Meer,Baust Du mir einen Steg. In Deinen Augen seh ich Wärme,In Deinen Ohren meine Klänge.Deine Zurechtweisungen gehen ins Mark,Doch Deine Arme sind … Ode an die Freundschaft weiterlesen

Venusfalle

Frauen wie DirSollte man nicht begegnen.Besser nicht,Zu schön um dem zu entgegnen. Verbeissen sich in allem,In allem was Dich ausmacht.Setzen Herz und SeeleIn einen dunklen Schacht. Was sie dann mit einem anstellen,Kann man sich nicht vorstellen.Wie ein Jagdhund mit einem Hasen,Ziemlich unangenehm auf dem Rasen. Und am Ende liegt man da,Leblos in der eiskalten Förde.Die Hände über Kreuz.Sterbeurkunde von der Behörde. Dann ist man in … Venusfalle weiterlesen

Kontraste

Bist du Veganer,so bin ich Omnivore.Qualm ich lieber Zigaretten,qualmst du lieber mit dem Kopf. Lieb ich italienisches Essenmit voller Obsession,hasst du Tomatensaucemit ganzer Passion. Schaust du keine Nachrichtenweil die Welt zu grausam ist,schüttel ich lieber den Kopfwie naiv du doch bist. Weltgeschehenvom „hören-sagen“?Als Realistfühle ich Unbehagen. Während du Tiere nicht magst,streichel ich mal meinen Hund.Bin ich für Natürlichkeit,denkst du Botox wär gesund. „Man muss die … Kontraste weiterlesen

Noch lange kein Nominativ

Man könnte, wenn man wollte.Zwei mal Konjunktivergibt noch langekein Nominativ. Stürme in unseren Köpfenunsere Herzen an einemBungeejumpingseil.Wege ins Ungewisse. In all deinem Grau seh ich die Farbe.In all deiner Farbe siehst du das Grau.Du angemaltes buntes Haus.Deine Farbe blättert. Jage sie fort, all deine Ängste.Jage fort, die dunklen Gedanken.Deine lähmende Zerrissenheit.Flicke deine Wunden aber halt sie wach. Hör nicht auf zu atmen.Hör lieber dein Herz … Noch lange kein Nominativ weiterlesen

Zwischen der Frucht der Vernunft und der Süße der Versuchung

Wir haben es gern schön ordentlich „geordnet“. Die Welt schreit nach konkreten Dingen, nach Greifbarem was wir akkurat „einsortieren“ können, Schublade für Schublade. Wir schrecken zurück, wenn unser Bauchgefühl kein eindeutiges Bild der Lage generiert, wenn Zwischenmenschliches an Tiefe gewinnt zum Beispiel und wir den Grund nicht mehr erkennen können. Oder wenn wir eine Entscheidung treffen müssen aber uns schlicht und ergreifend die Erfahrung fehlt. … Zwischen der Frucht der Vernunft und der Süße der Versuchung weiterlesen

Du bist keine 11

Da ist sie plötzlich,Diese Afrodite.Frech und clever.Eine andere Elite. Pur und zart,Rein aber hart.Attraktiv ihre Arroganz.Gepaart mit Eleganz. Sie kokettiert mit mir rum.Kann Paroli bieten.Manchmal werde ich stumm,Die andern wären Nieten. Was macht sie bloß?Was ist hier los?Muss ganz oftAn sie denken. Denk plötzlich dranWie wir uns einander schenken.Unsere KörperSich verrenken. Sie zieht mich in ihren Bann.Von Innen und von Außen.Leidenschaft die Angst macht.Am liebsten … Du bist keine 11 weiterlesen

Die 1000 Gesichter

Stell Dir vor, Du bist 30 jahre alt. Stehst mitten im Leben. Hast womöglich schon viel erreicht. Dein Glück gefunden. Ein toller Mann oder eine tolle Frau. Die Liebe Deines Lebens. Du hast vielleicht einen tollen Job oder willst vielleicht Karriere machen. Du hast viele Zukunftspläne. Ein Haus. Irgendwann vielleicht ein Kind. Oder Du möchtest verreisen. Andere Länder und Kulturen kennen lernen. Egal was es … Die 1000 Gesichter weiterlesen

Sei ein Held

Als ich ein Kind war, hat man mir immer wieder vermittelt, wie wichtig es ist eine gute Tat am Tag zu vollziehen. Die berühmte gute „Tat des Tages“, sozusagen. Soviele Kleinigkeiten können anderen Menschen die Welt bedeuten oder zumindest ein Lächeln hervor bringen. Immer wieder fällt mir jedoch auf, dass manche Menschen nochmal lernen sollten, wie man E M P A T H I E … Sei ein Held weiterlesen

Surfen auf der Zeitachse

Es macht wütend all diese Verschwendung. Die Absicht ein Ziel zu verfolgen ohne Verwendung. Jeder der anderen Fehlern vorwirft. Konsum-Schuldzuweisungen. Fehler die man gern selbst begeht. Immer eine unüberbrückbare Distanz zwischen dem Horizont und dem Leben. Den Mund braucht man zum Küssen, Sprechen und Atmen. Keine offene Wunde die man schließen müsste. Seitdem ich keinen mehr habe der mir vergibt, möchte ich selbst keine Vergebung. … Surfen auf der Zeitachse weiterlesen

Mein Italien

Die Schönheit eines Tages im Frühling mit dieser perfekten Temperatur. Bis zum späten Abend draußen bleiben, die Vespa neben der Wand stehen lassen. Mit Fremden über die Zukunft plaudern. Glänzendes Elend und Perlenketten. Blicke begrüßen dein Geheimnis. Ausländische Akzente aus der Ferne. Grazie verkleidet als Trubel. Im Abseits, die Brünette und die Blondine. Die Anzugträger, die Wut, die Ehre. Die Sätze. Ich töte dich. Ich … Mein Italien weiterlesen

Küss mich

Küss michGenau jetztSchöne ZeitverschwendungUnmögliches UnterfangenDie Erfindung eines TraumsEin ganzes Leben an einem TagEin Zelt hinter der DüneEin Planet in einer Hand Die UnendlichkeitIn einem einzigen SchrittReflexionen der SonneAuf der Welle eines Flusses.Schau, die Glühwürmchen sind zurück.Im Park des Zentrums riecht der Sommer.Eine Mutter, eine Geliebte, eine Tochter.Eine Verpflichtung – erste dunkle Wolke. Ein Magnet am KühlschrankEin Notizbuch mit GekritzelEin Haus und ein FlugzeugDas darüber fliegtKüss … Küss mich weiterlesen

Vertrauen

Häuser aus BrotFrösche versammeln sichAlte Leute tanzenin Abendgarderobe.Muskeln aus Gold,Kränze aus Lorbeeren.Liebeslieder im Anzug.Ernste Musik. Licht, das variiert,Regen der fällt.Das Leben zieht vorüberwie streunende Hunde.Und vielleicht tut es ja wehdoch fühle ich mich danachin Verbindung zu bleiben.Mit der Welt verbunden. In einem Atemzug alles erleben.Am Rand einer Schlucht zu sitzenum nach unten zu schauen.Kein Schwindel.Nur Angst vor dem Fallaber Lust zu fliegen.Was bist du bereit … Vertrauen weiterlesen

Jetzt geht es mir gut

Da habe ich mir den StaubVon der Seele geklopftUnd mich mit dem Kopf zuerstAus dem Fenster gehängt.Einen halben Winter lang,Bis meine SeeleEine einzige FalteVon Dir geworfen hat.Nun tust Du mir leid.Denn plötzlich bist du es,Der es nicht gut geht,Nicht mehr, jetzt, alleine.Wie vor langer Zeit ichIm »wir« gelitten habe,Schmerzt Dich nun das »du«.Und ich habe mich wieder gefunden.Ein bisschen ramponiertNach all der Zeit.Danach habe ich … Jetzt geht es mir gut weiterlesen

„Was ich mag“?!

Immer wieder werd ich gefragt,Was ich eigentlich mag.Fängt bei gewissen Portalen an,Wo ich ein Profil anlegen kann. Oberflächlich schreibt manSachen wie „Sonnenuntergänge,Sport, Natur, TiereOder Strände. Alles andere wär Geschwafel.Bloß nicht zuviel des Guten.Es verhält sich ebensoIm Großstadtdschungel. Nicht zuviel aber nicht zuwenig.Wär ja langweilig und spiessig.Also lieber Gleichgewicht.Und sich selbst vergessend. Im Grunde genommen verblendet.Sein „Ich“ unangewendet.Instinktiv dieser Automatismus.Kuchenstücke mit Optimismus. Natürlich von der Schokoladenseite.Die … „Was ich mag“?! weiterlesen